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Vier von fünf Titelentscheidungen noch offen!

Der EnduroGP-Saisonrückblick - Teil 2

Die seit 2004 in der Enduro-Weltmeisterschaft gültige Klasseneinteilung E1, E2 und E3 erfuhr in diesem Jahr eine grundlegende Änderung. Bereits im Vorjahr wurden mit der Einführung des EnduroGP-Klassements, einer Overall-Wertung aus den besagten drei Klassen, die Weichen für die aktuelle Saison gestellt. 2017 wurde die EnduroGP nun als eigenständige Klasse in der Enduro-Weltmeisterschaft etabliert. In dieser, oft als Königsklasse des Endurosports bezeichneten, Kategorie sind alle Fahrer mit Motorrädern über 250 ccm Hubraum, unabhängig ob 2-Takt oder 4-Takt, startberechtigt. Als zweite und einzige weitere Kategorie (ausgenommen die beiden Nachwuchs- und die Damenklasse) gibt es die Enduro2. Dort treten folglich die Fahrer mit den Maschinen bis 250 ccm Hubraum (2-Takt und 4-Takt) gegeneinander an. Mit dieser neuen Regelung wurde das Fahrerfeld kräftig durcheinander gemischt, was in der 2017er Saison, neben den teilweise neuen Rennformaten, für zusätzliche Spannung sorgte.

Steve Holcombe kurz vor dem Ziel
Beim Auftakt-Rennen im finnischen Schnee und Eis hatten zunächst die einheimischen Fahrer die Nase vorn. Vor allem Antti Hellsten stach mit seinem Doppelsieg besonders heraus. Gut in Szene konnten sich zudem der amtierende E2- und EnduroGP-Weltmeister Matthew Phillips sowie E3-Titelträger Steve Holcombe setzen. Beide landeten am ersten Tag in den Top fünf und am zweiten auf dem Podium. Beim zweiten Lauf in Spanien spielte Phillips erneut sein ganzes Können aus und gewann beide Tage. Doch danach lief es beim sympathischen Australier nicht mehr allzu rund, so dass er aktuell lediglich auf Rang vier der EnduroGP-Gesamtwertung liegt. Will er sich noch auf einen Medaillenrang verbessern, braucht der Sherco-Fahrer in Zschopau fast schon ein kleines Wunder.
Dafür lief es für Steve Holcombe durchweg wie am Schnürchen. Der Brite nahm ohnehin eine rasante Entwicklung, die im Erzgebirge ihren vorläufigen Höhepunkt erreichen könnte. 2014 Enduro-Europameister, ein Jahr später sorgte er in der Junioren-WM für Furore und im letzten Jahr wurde er auf Anhieb E3-Weltmeister. In dieser Saison glänzt der Beta-Werksfahrer vor allem durch seine Konstanz auf allerhöchstem Niveau. Er sah immer das Ziel und war dabei nie schlechter, als auf Rang fünf platziert. Vier Tagessiege und sieben weitere Podestplatzierungen ließen seinen Punktevorsprung auf satte 40 Zähler anwachsen, womit ihm zum Titelgewinn lediglich ein elfter Rang in Zschopau genügen würde.



Erster Verfolger des Briten und einzig verbliebener Titelkandidat ist Loic Larrieu aus Frankreich. Der Yamaha-Fahrer zeigte vor allem Mitte der Saison eine starke Leistung und avancierte damit zum Dauergast auf dem Siegerpodest. In Italien gelang ihm sogar ein hochverdienter Tagessieg. Doch zum Schluss büßte er etwas an Boden ein, so dass er sich in Zschopau eher nach hinten als nach vorn orientieren dürfte. Denn mit Nathan Watson ist ein weiterer Brite groß im Kommen. Nach etwas wechselhaftem Start blies der KTM-Werksfahrer ab Mitte der Saison zur großen Aufholjagd. Jeweils ein Tagessieg bei den letzten drei WM-Läufen in Griechenland, Portugal und Großbritannien sprechen eine deutliche Sprache. Damit schob sich Watson auf Rang drei in der Tabelle und liegt nun mit 13 Zählern Rückstand auf Larrieu durchaus in Schlagdistanz.



Hinter Phillips auf Rang fünf folgen punktegleich Giacomo Redondi aus Italien und der, in Zschopau bereits bestens bekannte, Franzose Christophe Nambotin. Allerdings wird es mit dem Doppelsieger des diesjährigen Ungarn-Grand Prix kein Wiedersehen im Erzgebirge geben. Der KTM-Fahrer und diesjährige Trophy-Sieger brach sich bei den Six Days die Hand an, wodurch seine Saison vorzeitig gelaufen war.
Einziger deutscher Fahrer, der in der EnduroGP bis dato Punkte einfahren konnte, ist Marco Neubert. Der Enduro-Europameister von 2016 war bei seinen beiden Auftritten in Italien und Ungarn aber auch immer ein wenig vom Pech verfolgt. Während er jeweils am ersten Fahrtag mit Rang zwölf bzw. dreizehn ansprechende Ergebnisse erzielen konnte, schrieb der KTM-Fahrer am zweiten auf Grund von Verletzungen beide Male einen "Nuller".

Noch drei Fahrer im Titelrennen
In der Enduro2 erwischte der zweifache Enduro-Weltmeister Eero Remes den besten Start in die neue Saison. Vor heimischem Publikum gelang ihm gleich ein Doppelsieg. Auch in Spanien konnte der TM-Werksfahrer mit einem Tagessieg seine starke Form bestätigen. In Italien allerdings musste der Finne einen herben Rückschlag verdauen. Stark geschwächt durch eine langwierige Grippe ließ er als Sechster und Achter viele Punkte liegen und verlor damit die Tabellenspitze an den Spanier Josep Garcia, der als eines der größten Talente in der Enduro-Szene gehandelt wird. Und diesen Ruf bestätigte der, in diesem Jahr ins KTM-Werksteam beförderte, Youngster nur zu gut. Doppelsieg in Italien, Sieg in Ungarn und Großbritannien und ansonsten nie schlechter als Dritter. Damit führt Garcia die WM mit 13 Punkten an.



Aktueller Gesamtzweiter ist Jamie McCanney. Der Brite zeigte auf seiner Yamaha ebenfalls eine durchweg sensationelle Leistung. Lediglich in Finnland und am zweiten Tag bei seinem Heim-Grand Prix verpasste er das Podest. Ansonsten war der Junioren-Weltmeister von 2015 ausnahmslos unter den Top Drei zu finden. In Portugal gelang ihm sogar ein spektakulärer Doppelsieg.



Hinter dem Drittplatzierten Eero Remes liegt der Österreicher Pascal Rauchenecker Gesamtrang vier. Der Husqvarna-Fahrer fuhr eine äußerst starke Saison und sorgte vor allem mit seinem Tagessieg in Großbritannien für historische Ausmaße, denn bis dato war es noch nie einem Österreicher gelungen, einen WM-Lauf zu gewinnen. Die Top-Fünf in der Enduro2 komplettiert Raucheneckers Teamkollege Daniel McCanney, der ältere Bruder von Jamie. Auch er ist für einen geschichtsträchtigen Moment in der Enduro-Weltmeisterschaft mitverantwortlich. Denn als dieser am zweiten Tag in Italien den dritten Platz belegte, wurde Jamie Zweiter. Zwei Brüder gemeinsam auf dem WM-Podium, auch das gab es in der Enduro-WM vorher noch nie!

Text: MSC Rund um Zschopau e.V. / TEI
 
 
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Achtung, sehr wichtige Infos für Fahrer und Teams!

Wie in der Ausschreibung bereits festgelegt und vorinformiert, besteht für die teilnehmenden Fahrer keine Möglichkeit, im Paddock A (MZZ Areal) zu campen oder das eigene Fahrzeug abzustellen. Eine Einfahrt in dieses Areal zum Be- und Entladen ist ebenfalls nicht möglich. Die Fahrzeuge aller teilnehmenden Fahrer, wie Wohnwagen, Wohnanhänger etc. müssen daher auf den für sie ausgewiesenen Parkplätzen abgestellt werden. Diese befinden sich auf der Bahnhofstraße (hinter dem Bahnhofsgebäude / P 2.1), am Skihang (Straße "Am Umspannwerk" / P 2.2) und auf dem Parkplatz in der DKW-Siedlung (am Ende der Rasmussenstraße / P 2.3).



Das Paddock A ist als reiner Serviceplatz ausgewiesen, auf dem die WM- und DM-Teams für ihr Servicefahrzeug und Teamzelt mit Serviceraum, einen festen Platz zugewiesen bekommen. Entsprechende Einfahrtsscheine werden an alle DM-Teams/Bewerber zeitnah verschickt. Ab Freitag können die Team-Servicefahrzeuge zum Be- und Entladen nur in einem Zeitfenster von 6-8 Uhr und von 18-21 Uhr (Freitag: nur 6-8 Uhr) in das Paddock A einfahren. In der Zeit von 8-18 Uhr (Freitag: ab 8 Uhr bis zum Ende des Super Tests) ist jegliche Einfahrt untersagt. In diesem Zeitraum können die Service-Materialen lediglich zu Fuß auf die zugewiesenen Stellflächen gebracht werden. Damit es für alle leichter wird, gibt es am Eingang Transportwagen auszuleihen, welche ein Sponsor freundlicherweise zu Verfügung stellt. Daher bittet der Veranstalter ausdrücklich darum, sorgsam mit den Wagen umzugehen und diese nach der Verwendung wieder zum Ausleihpunkt am Eingang zurückzubringen. Gegenseitige Rücksichtnahme sollte hierbei oberstes Gebot sein, denn auch später anreisende Teilnehmer sollen diesen Service noch uneingeschränkt nutzen können.
Teilnehmern ohne Team wird empfohlen, sich für den Service an eines der DM-Teams zu wenden bzw. im Vorfeld bereits dort anzufragen. Der Veranstalter bittet alle Fahrer bei ihrer jeweiligen Planung, die in diesem Jahr, durch den WM-Status hervorgerufenen, Umstände unbedingt zu berücksichtigen und Folge zu leisten.

Weitere Besonderheiten, auf Grund der Doppelveranstaltung WM/DM,
sind in der offiziellen DMSB-Ausschreibung (Hier klicken!) beschrieben.

Die aktuelle Teilnehmerliste aller DM-Starter und Fahrer der nationalen Gruppe
sind in folgendem PDF-Formular (Hier klicken!) einzusehen.

Text: MSC Rund um Zschopau e.V. / TEI
 
  ···   10.10.2017, 11:58 Uhr   ···   10.10.2017, 11:58 Uhr   ···  

Vier von fünf Titelentscheidungen noch offen!

Der EnduroGP-Saisonrückblick - Teil 1

In diesem Jahr gibt es in der Enduro-Weltmeisterschaft ein paar grundlegende Änderungen. Zum einen die neue Klassenstrukturierung. Zum anderen hielten Veranstaltungen im EnduroGP-Kalender Einzug, welche gänzlich andere Austragungsmodi bereit hielten. So hatte der Saison-Auftakt im finnischen Schnee weniger mit klassischem Endurosport zu tun, als vielmehr mit einer langen Rallye über zwei Tage. Auch beim Grand Prix von Großbritannien beschritt man neue Wege. Während die Veranstaltung am ersten Tag als ein Sprint-Enduro ausgetragen wurde und folgte am zweiten Tag ein Cross-Country-Rennen über drei Stunden.

Spannender Zweikampf um den Junioren-Titel
Der Italiener Davide Soreca startete sehr eindrucksvoll in die Saison und hatte nach drei Veranstaltungen bereits soviel Vorsprung, dass es kaum vorstellbar war, dass es am Ende um die Titelvergabe so extrem spannend werden könnte. Doch beim vierten Lauf in Ungarn ließ der Honda-Fahrer gehörig Federn, während Bradley Freeman zwei Tagessiege holte. Der Brite kam als amtierender Overall-Europameister in die EnduroGP, verpasste aber wegen einer Verletzung den Saisonauftakt. Doch ab der zweiten Runde in Spanien zeigte er sein wahres Potenzial. Acht Tagessiege, zwei zweite und zwei vierte Plätze lautet seine beeindruckende Bilanz vor dem Finale in Zschopau. Damit rückte der Beta-Fahrer Soreca bis auf vier Punkte auf die Pelle, was ein absolutes Herzschlagfinale vermuten lässt.



Auf Rang drei liegt aktuell der Schwede Mikael Persson, der sich verletzungsbedingt vorzeitig aus dem Titelkampf verabschieden musste. Der Yamaha-Fahrer und Youth-Cup-Gewinner von 2015 hat jedoch mit 29 Punkten einen beruhigenden Vorsprung auf seine unmittelbaren Konkurrenten. Landsmann Albin Elowson, derzeit Gesamtvierter führt das Verfolger-Trio mit Matteo Cavallo und Kirian Mirabet an, die allesamt nur durch neun Punkte voneinander getrennt sind.
Tim Apolle hielt bei zwei Läufen die schwarz-rot-goldene Fahne hoch und sammelte dabei insgesamt 17 Zähler. Am ersten Tag in Ungarn fuhr der Husqvarna-Fahrer mit Rang zwölf sein bis dato bestes WM-Tagesergebnis ein.



Andrea Verona bereits durch
Die Youth-Klasse, welche ausschließlich Fahrern bis 20 Jahre mit 125ccm-Zweitaktmaschinen vorbehalten ist, wurde in diesem Jahr in den Status einer Weltmeisterschaft gehoben. Der dominierende Fahrer der Saison ist Andrea Verona. Der Italiener trat als einziger Nicht-Skandinavier beim Saison-Auftakt in Finnland an und erzielte mit zwei sechsten Plätzen ein durchaus achtbares Ergebnis im, für ihn gänzlich unbekannten, schneereichen Terrain. Danach startete der TM-Fahrer richtig durch. Mit neun Tagessiegen am Stück und einem zweiten Rang in Portugal sicherte er sich bereits vorzeitig den WM-Titel und wurde gleichzeitig mit einem Drei-Jahres-Vertrag als TM-Werksfahrer belohnt!



Das Duell um Rang zwei ist dagegen noch voll im Gange. Hier hat der Franzose Leo le Quere die besten Chancen, auch wenn sein Verfolger Ruy Barbosa aus Chile mit zwei Tagessiegen in Großbritannien das Momentum zuletzt auf seiner Seite hatte. 14 Punkte trennen die Beiden, während sich Auftakt-Doppelsieger Hugo Svard, nachdem er den letzten Lauf verpasste, bereits vorzeitig aus dem Rennen um die Top Drei verabschiedet hat.

Maria Franke hat es in der eigenen Hand
Die Deutsche sorgte bereits im letzten Jahr mit ihrem ersten Tagessieg und dem Vize-Titel für ordentlich Furore. Nach diesem überragenden Debüt gab Maria ganz klar das Ziel aus, in dieser Saison den Damen-Weltcup gewinnen zu wollen. Lediglich drei Doppel-Veranstaltungen im Rahmen der EnduroGP standen in diesem Jahr auf dem Programm. Los ging es in Spanien, wo Titelverteidigerin Laia Sanz ihren Heimvorteil nutzte und zwei Tagessiege erringen konnte, während Maria jeweils Zweite vor der Britin Jane Daniels wurde.



Dafür schlug die Deutsche am ersten Tag in Ungarn eindrucksvoll zurück und entriss Sanz, mit einer sensationellen Fahrt, im letzten Test den schon fast sicheren Tagessieg. Die Spanierin nahm am zweiten Tag erfolgreich Revanche und verwies Maria auf Rang zwei. Dritte wurde an beiden Tagen erneut Jane Daniels.



Dank des Tagessieges von Ungarn hat Maria Franke alle Chancen auf den Weltcup-Titel noch selbst in der Hand! Zwar liegt sie sechs Zähler hinter der Spitzenreiterin zurück, jedoch im Falle des Szenarios, die KTM-Sturm-Fahrerin würde beide Tage in Zschopau gewinnen und Sanz jeweils Zweite werden, wäre Maria Champion! Denn bei Punktegleichstand und identischer Anzahl an errungenen Einzelplatzierungen sieht das Reglement vor, derjenigen den Titel zuzusprechen, die am letzten Wertungstag die Bessere war. Somit gilt es kräftig die Daumen zu drücken, dass Maria Franke bei Ihrem Heim-Grand Prix und mit ihren Fans im Rücken, das Ruder zu ihren Gunsten noch herumreißen kann!

Text: MSC Rund um Zschopau e.V. / TEI
 
  ···   07.10.2017, 20:27 Uhr   ···   07.10.2017, 20:27 Uhr   ···  

RuZ 2017 - Abschiedsvorstellung eines Ausnahmekönners!

Er ist zweifellos eine der schillerndsten Persönlichkeiten im Endurosport: Matthew Phillips aus Australien! Als der junge Mann aus "Down under" erstmals sein Land bei den Six Days 2011 in Finnland vertrat, kannten ihn wohl nur die absoluten Insider der Szene. Doch schon damals versetzte der gerade erst 18 Jahre alt gewordene Newcomer, als Neunter der Overall-Gesamtwertung, die gesamte Enduro-Fachwelt in großes Staunen. Bei den Six Days 2012 in Deutschland unterstrich er erneut, dass seine Leistung aus dem Vorjahr keine Eintagsfliege war. Mit Rang sieben im Overall-Ranking trug "Matty" auf seiner Yamaha maßgeblich zum großartigen Abschneiden der australischen Trophy bei, die sich hinter Frankreich den Vizetitel sichern konnte.



Damit war für das Ausnahmetalent der Weg in die Enduro-Weltmeisterschaft endgültig geebnet. Fabrizio Azzalin, Teamchef des damaligen Husqvarna-Werksteams, nahm den Australier schließlich für die Junioren-Klasse unter Vertrag. Und Matthew erfüllte die in ihn gesetzten Erwartungen auf ganzer Linie, was am Ende im Gewinn des WM-Titels gipfelte - zu einer Zeit, als die Marke Husqvarna einen großen Umbruch erlebte und an den KTM-Konzern angegliedert wurde, wodurch im gleichen Atemzug der Name Husaberg von der Bildfläche verschwand.



Matthew Phillips Weg führte nun ins KTM-Werksteam, für das er zwei Jahre am Gasgriff drehte. In dieser Zeit fuhr er sich noch weiter in das Rampenlicht. Sein spektakulärer Fahrstil, aber auch der, zu seinem Markenzeichen gewordene Sprung von der Startrampe verzauberte die Fans in allen Teilen der Welt. 2014 sicherte sich "Matty", nach einem großen Kampf mit seinem Teamkollege Ivan Cervantes, auf Anhieb den WM-Titel in der Klasse E3. Ein Jahr später verpasste er hingegen die angestrebte Titelverteidigung und wurde "Vize" hinter Mathias Bellino. Dafür sorgte der damals 22-Jährige bei den Six Days für einen weiteren denkwürdigen Moment, als er mit seinen australischen Kollegen erstmals die Trophy für sein Land am anderen Ende der Welt gewann.



2016 ging Matthew wieder zurück zu seinem Mentor Fabrizio Azzalin, der mittlerweile das Sherco-Werksteam leitete. In der dort herrschenden familiären Atmosphäre entfaltete sich der Australier endgültig zum absoluten Überflieger, was ihm am Saisonende nicht nur den WM-Titel in der E2-Klasse einbrachte, sondern auch den erstmals vergebenen EnduroGP-Overall-Titel. Das bedeutete den größten Erfolg für den Australier und auch für die französisch-spanische Motorrad-Schmiede Sherco, die damit zum ersten Mal im Enduro-Zirkus zu WM-Ehren kam.



Auch dieses Jahr begann für Matthew durchaus vielversprechend. Auf ungewohntem schneereichen Terrain wurde er in Finnland Vierter und Dritter. Beim folgenden Lauf in Spanien setzte er einen viel umjubelten Doppelsieg. Doch danach lief nicht mehr viel zusammen, die Gründe dafür sind vielschichtig. Von daher ist es auf den zweiten Blick vielleicht doch nicht ganz so verwunderlich, dass Matthew im Sommer überraschend verkündete, am Ende der Saison EnduroGP den Rücken zu kehren. Fünf Jahre in Europa, fernab seiner tasmanischen Heimat und seiner Familie scheinen für den Zuschauerliebling jetzt genug. Ob es ein Wiedersehen gibt? Das steht in den Sternen...

Damit ist "Rund um Zschopau" 2017 vorerst das letzte Rennen des Weltklasse-Endurofahrers in Europa. Der letzte Sprung von der Startrampe, die letzte Sonderprüfung und vielleicht das letzte Podium - es wäre Matthew Phillips beim Abschied seiner traumhaften WM-Karriere von ganzem Herzen zu wünschen!

 

Text: MSC Rund um Zschopau e.V. / TEI
 
  ···   05.10.2017, 12:43 Uhr   ···   05.10.2017, 12:43 Uhr   ···  

Drei Tage geballte Action auf und neben der Strecke...

...darauf können sich die Fans freuen! Los geht es am Freitag mit der offiziellen Eröffnungsfeier auf dem Super-Test-Gelände in Hohndorf. In unmittelbarem Anschluss kommt es zum ersten Schlagabtausch auf dem, für die Zuschauer perfekt einsehbaren Parallel-Prolog. Es beginnen die DEM-Fahrer, danach folgen die verschiedenen Klassen der Enduro-WM. Den Abschluss bildet die Königsklasse EnduroGP, die im Duell der beiden Titelaspiranten Steve Holcome und Loic Larrieu gipfelt. Der Abend klingt mit der Race-Party im angerenzenden, beheizten Festzelt aus.
Am Samstag und Sonntag gibt es dann erstklassigen Endurosport der weltbesten Fahrer auf den traditionsreichen Dirt-Tracks rund um die Motorradstadt Zschopau zu erleben. Highlights für Starter und Zuschauer gleichermaßen sind zweifelsohne die drei Sonderprüfungen in Börnichen, dem Truschbach-Areal bei Witzschdorf und in Venusberg sowie die spektakulären Streckenabschnitte Hübler-Busch, "Under the brigde", die Weißbacher Felsen-Auffahrt und den legendären Teufelsberg. An beiden Abenden gibt es natürlich im Zschopauer Festzelt, welches sich diesmal auf dem Gelände des ehemaligen Kinos an den Anlagen befindet, wieder eine megagroße Race-Party. Der Samstag steht ganz im Zeichen von Oktoberfest und Hüttengaudi, der Sonntag gehört dann vor allem den frischgebackenen Enduro-Weltmeistern, die auf der Bühne noch einmal groß geehrt und gefeiert werden. Auch die besten fünf DEM-Fahrer des Wochenendes werden in einer sogenannten "Championats-Preisgeld-Klasse" ausgezeichnet. Alle Tagessiegerehrungen werden in diesem Jahr gleich im Anschluss an die Zielankunft auf dem MZZ-Areal erfolgen.



Eintritt für das gesamte Wochenende kostet pro Person 20,00 Euro. Darin enthalten sind der Super-Test, die dort im Anschluss stattfindende Race-Party sowie alle Sonderprüfungen und interessante Streckenpunkte für Samstag und Sonntag. Kinder bis zwölf Jahre sind frei, ebenso der Eintritt zu den Race-Partys am Samstag und Sonntag! Es wird keinen Ticket-Vorverkauf geben. Lediglich die Eintrittsbänder und Programmhefte können ab Montag (16.10.) 12 Uhr bis Freitagmittag am Verkaufsstand (Holzbude) vor der Fleischerei Göhler auf dem Neumarkt erworben werden. Danach direkt vor Ort am Super-Test in Hohndorf oder an den benannten Streckenabschnitten am Samstag.

Text: MSC Rund um Zschopau e.V. / TEI
 

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